Sonntag, 26. Juni 2016

Meine aktuelle Arbeit (Stand 27.6.16)

Partizipation
Habe im Januar 2015 die Arbeitsgruppe Partizipation Baden-Württemberg gegründet. Gründungsmitglieder waren Georg Schulte-Kemna, Barbara Mechelke, Michael Konrad und ich. Später kam Iris Maier-Strecker, Inge Schöck und Martin Brodmann dazu. Die AG hat die Tagung "Gemeinsam mehr erreichen!" am 2.3.16 geplant und durchgeführt. Wir hatten ca. 150 TeilnehmerInnen und die Tagung war sehr erfolgreich. Alle Rückmeldungen waren positiv. Das Sozialministerium hat uns finanziell unterstützt.
Dann habe ich am 22.6.16 das Thema Partizipation im Landesarbeitskreis Psychiatrie Baden-Württemberg (LAK) vorgestellt und das Ziel erreicht, dass Partizipation in Zukunft Schwerpunktthema für das Sozialministerium und die TeilnehmerInnen des LAK wird.
Als nächstes werde ich eine Planungsgruppe mit Vertretern der Liga, der Zentren für Psychiatrie, der Kommunen, der Angehörigen und der Bürgerhelfer ins Leben rufen, um unser Anliegen zu konkretisieren und strukturieren.

Hometreatment
Im April 2014 entschied ich mich als Ergebnis einer Regio AG intensiver mit dem Thema Hometreatment zu beschäftigen. Ich durfte im Landesarbeitskreis Psychiatrie Baden-Württemberg einen Vortrag dazu halten und das Sozialministerium machte Hometreatment zum Schwerpunktthema. Daraufhin schrieben Prof. Jürgen Armbruster, Inge Schöck, Paul Peghini und ich einen Brief an das Sozialministerium und baten, dass Sozialministerium solle eine Hometreatment-Tagung ausrichten. Dieses übergab diese Aufgabe an das Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg. Die Tagung wurde sehr erfolgreich. Es waren knapp 200 TeilnehmerInnen da. Weitere hatten sich angemeldet. Als Ergebnis wurde die Arbeitsgruppe Modellprojekte / Hometreatment nach § 64b vom Sozialministerium gegründet. Die TeilnehmerInnen der AG schlugen 4 Projekte vor. Die AOK verwehrte ihre Mitarbeit. Von den anderen Krankenkassen wurden 2 Projekte angenommen. In Heidenheim (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) ein Hilfenetzwerk mit Hometreatment und in Mannheim ein Adoleszentenzentrum (Zentralinstitut). Ohne den nachdrücklichen Willen des Sozialministeriums wären diese Projekt nicht entstanden. Derzeit finden bilaterale Gespräche zwischen den Projektträgern und den Krankenkassen statt.

EX-IN
In Freiburg engagiere ich mich seit Mai 2005 verstärkt für EX-IN.

EX-IN Baden-Württemberg
Mehrere Personen hatten die Idee in Baden-Württemberg eine Art Landesverband für EX-IN zu gründen. Besonders von Bedeutung waren dabei Daniel Tutte, Andrea Sülzle und ich. Es entstand eine Arbeitsgruppe, die eine Auftaktveranstaltung plante, mit der EX-IN BW zum ersten Mal an die Öffentlichkeit geht. Am 1.7.2016 findet diese Veranstaltung statt.

EX-IN Deutschland
Am 8.-9.4.16 fand die Mitgliederversammlung von EX-IN Deutschland statt. Hier meldete ich mich zu der Arbeitsgruppe Regionalisierung, in der für EX-IN und seine Standorte eine förderale Struktur aufgebaut werden soll. Im Juni war ich zum ersten Mal bei dieser AG dabei.

Ländernetzwerk Bodenseeregion - seelisch gesund am See
Auf Initiative von Rainer Schaff und Andrea Sülzle und den Gemeindepsychiatrischen Verbünden der Bodenseeregion entstand die Idee am Bodensee länderübergreifend tätig zu werden. Es trafen sich Vertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mehrfach in Überlingen, Friedrichshafen und Bregenz. Am 24.6.16 wurde dann das Ländernetzwerk Bodenseeregion - seelisch gesund am See gegründet und dessen Leitlinien verabschiedet. Ein Ziel des Netzwerkes ist der Aufbau eines EX-IN Kurses in Friedrichshafen. Aber auch noch andere Vorhaben wird das Ländernetzwerk durchführen. Seit 12. November 2016 bin ich beim Ländernetzwerk aktiv. In diesem Rahmen möchten Rainer Schaff und ich den geplanten Länderverbund Psychiatrieerfahrener DACH (Deutschland-Österreich-Schweiz) als Sektion in das Ländernetzwerkes eingliedern.

Minijob beim Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg Ravensburg
Von November 2015 bis September 2016 bin ich beim Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg bei Dr. Michael Konrad in Ravensburg als Peer-Mitarbeiter im Qualitätsmanagement mit Minjob angestellt. Im Rahmen dieser Anstellung bin ich beschäftigt mit der Information-, Beratungs- und Beschwerdestelle Ravensburg, dem ICF, mit der AG Gemeinde-Psychiatrie-Kultur, dem Ländernetzwerk und dem Projekt Betroffenenbeteiligung in Ravensburg. Nach dem Ende meiner Anstellung werde ich weiter bei der Betroffenenbeteiligung mitmachen und an dem Projekt "Sektorenübergreifende medizinische Versorgung" des Sozialministeriums für Ravensburg teinehmen.

Länderverbund Psychiatrieerfahrener DACH (Deutschland-Österreich-Schweiz)
Nach der Idee von Rainer Schaff planen wir mit einem Länderverbund Psychiatrieerfahrener DACH die Selbsthilfe in der Bodenseeregion zu vernetzen. Zuerst werden die Initiativen Psychiatrie-Erfahrener in Ravensburg, Konstanz und Lindau gegründet. Zusammen mit der bereits bestehenden Initiative Psychiatrie-Erfahrener Bodensee (iPEBo e. V.) entsteht dann der Regionalverbund Psychiatrieerfahrener Bodensee/Oberschwaben. Parallel werden wir über das Ländernetzwerk erste Kontakte mit den Psychiatrieerfahrenen aus Österreich und der Schweiz aufnehmen. Uns ist klar, dass dies ein langfristiges Vorhaben ist.

Selbsthilfe mit Köpfchen e.V. Freiburg (SmK)
Bei SmK bin ich stv. Vorsitzender und habe die Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrener Emmendingen (2012) und die Initiative Psychiatrie-Erfahrener Freiburg (2015) gegründet, die ich auch leite. Im Auftrag von SmK vertrete ich die Psychiatrieerfahrenen im Gemeindepsychiatrischen Verbund Freiburg.

Sonntag, 19. Juni 2016

Geistwelt - wiedermal

Gestern das bekannte Frösteln: Terminator
Es oder sie waren wieder da.
Sie sagten oder ich wußte "Fernseher aus"
Und dann: Nichts

Heute ohne Frösteln: Beatiful Creatures
Ich wußte oder sie sagten "Fernseher aus"
Was tun?
Sie sagten "Schreibe"
Schreibe davon
Offen und ehrlich

Nun, also denn:

Ich weiß nicht wer sie sind. Immer mal wieder begegne ich Ihnen. Sie sprechen mit. Lange war es Helmuth Beutel, dann zeitlang Klaus Obert. Dann kam Klaus Laupichler und es wurde zum normalen Dialog. Hilfreich, tröstend und immer nur wenn ich wollte. Plötzlich aber erkannte ich, dass Klaus nicht der war, der er zu Lebzeiten zu sein schien. Ein perfekter Schauspieler, der jahrelang trainierte seinen Teufel zu verbergen. Empathie statt Gewalt. Ich entschied mich für Jesus und ich scheiterte, an meiner Ungeduld an meinem Herrschaftszwang und ich verlies ihn wieder enttäuscht. Manchmal ein kurzer Dialog mit Klaus, mehr nicht. Zurück in der Welt des mit den Augen sehbaren und mit den Ohren hörbaren. Zurück in der flachen Welt.

Und jetzt, heute Abend?
"Schreib darüber. Offen und ehrlich"
Und ich tues es
Und es fließt durch mich

Ich verstehe nicht wohin es führt. Ich begreife keinen Sinn. Es fließt durch mich.

Da ist eine Welt. Den meisten verschlossen. Aber nicht, weil sie nicht können, sondern weil sie nicht wollen. Sie setzen ihrem Denken Grenzen, weil sie Angst haben vor dem was hinter den Grenzen wartet und lauert. Dunkelheit, Angst, Wahnsinn, aber auch Sinn und Erfüllung. Welt geboren, Welt verloren.

Und jetzt?

Wo kämpft ihr? Wo kämpft das Gute seinen Jahrtausendkampf gegen das Böse - ohne dich, mein Leser? Aber immer mal wieder mit mir. Findet Eingang, durch mich, in deine Welt. Lässt etwas zurück, wenn es wieder geht. Unerklärlich, fein und zart. Aber es wächst. Wirkt, unbemerkt von den Groben und geistig Blinden. Den hoffenden Nihilisten, den selbstbewussten Rationalisten, den Logikern, die Sicherheit spüren in ihren Grenzen.

Und jetzt, war das alles?

Keine Welt retten? Keinen Rat im Kopf? Ihre Wege sind unerschließbar. Vielleicht spendet diese Energie im Moment woanders Wärme und Licht und Leben. Energietransfer auf überirdischen Ebenen. Konzentriert, fokkusiert, verdichtet, universell bündelt sich gegen Hass und Gewalt. Die Welt verschwindet. Die mir sichtbaren Grenzen beschreiben die Welt, die gerade noch existiert. Jenseits nur Nichts, Leere, schwarz. Aller verfügbare Energie 2. Grades versammelt in meiner Wahrnehmung. Aber warum, wozu, auf welchen Wegen?

Sagt mir es doch. Ich muss warten. Auf meine Bewährung und meinen Tag. Wenn ich gerufen werde. Um zu retten, um dem Grausamen die Stirn zu bieten. Heraus aus meiner bequemen Schutzzone. Wo die harte Wirklichkeit mich konfrontiert mit meiner Angst, mit meiner Stärke und mit dem wahren Ausmaß meiner Persönlichkeit. Dann wird es ernst und es gilt mutig Farbe zu bekennen. Werde ich scheitern? Werde ich sterben? Werde ich versinken im Wahn - endgültig?

Ich brauche euch. Ihr Stimmen und euch Menschen, um meine Angst zu besiegen und meinen Mut zu finden. Ich weiß, es wird noch dauern. Ich bin noch nicht so weit.

Bleibt bei mir. Verlasst mich nicht. Ich brauche euch, wie ihr mich braucht.

Menschenrechte brauchen Menschlichkeit. Ich werde mein Bestes tun.

Den Toten zum Gedenken

Hildur:
20 Jahre Freunde
Am Leben verzweifelt
An Verbitterung und Hoffnungslosigkeit gestorben 2014

Uschi:
Selbsthilfekollegin
Powerfrau
Für Psychiatrieerfahrene gelebt und gestorben
Herztod 2010

Klaus:
Selbsthilfefreund
Eindrucksvolle Persönlichkeit
Gewünschter bester Freund
Im Dienste der Psychiatrieerfahrenen gestorben
Herztod 2015

Melanie:
Unerfüllte Liebe
Dann gute Freunde
Jahrelang schwer gelitten
Erlöst durch Suizid 2004

Thomas:
Naher Freund
Aufgegeben trotz guter Chancen
Tod im Affekt, im Wahn
Durch Suizid gegangen in den 90ern

Tante Lina:
Herzensgute Tante
Mutters Vertraute
Kraftvoll und optimistisch
Zu früh gestorben 2010

Marianne:
Mutters beste Freundin
Ihr Tod brach Mutter das Herz

Gitta:
1992 erste Begegnung im Bürgerhosptal
Um die 60 im Jahr 2016 gegen den Krebs verloren

Geliebte Mutter:
Vermutlich Lungenembolie
2014 gestorben

Geliebter und gefürchteter Vater:
Bauchaterienaneurysma
1998 gestorben

Wie sich alles ändert

Sonntagnachmittag
Endlich für Musik entschieden
Nach depressiv gebremsten Telefonieren
Dose Energy Drink geöffnet

Mal wieder Flucht ins Schreiben
Früher stundenlang in Kneipen und Cafés
Jammerlyrik
Heute im trauten Heim
Wohlgestaltet von der lieben Ehefrau

Wie sich das Leben ändert

Heute sind die Abstürze eher erträglich

Früher Zeilen verfasst in einem kleinen Otavheft unterwegs
Oder am Desktoprechner in Worddateien
Stundenlang
Leitzordner gefüllt

Heute wird geschrieben
Mit dem Tablet auf dem Bauch im Bett oder auf dem Sofa
Mit dem Smartphone im Zug
In Facebook
In meinem Blog
In Evernote
eMailing findet meist mobil statt
Tausende Dateien gespeichert

Wie sich die Zeiten ändern

Früher Musik aus starkem Onkyoverstärker
Mit großen Standboxen
Über 100 Watt
Plattenspieler, CD-Player, Kassettendeck

Heute Musik aus kleinem Bose Mini Soundlink Lautsprecher
Mobil, mit Akku und Bluetooth
Gestreamed mit MP3-Sammlung aus Play Musik von Google
Oder per Streamingabo bei Spotify
Die CD-Sammlung verstaubt in Klappboxen im Keller
Langspielplatten längst verschenkt

Wie sich die Welt verändert

Früher
Initiative Psychiatrie-Erfahrener Stuttgart
Selbsthilfeverein Offene Herberge e.V. mit EX-IN Stuttgart
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Würrtemberg e. V.

Heute
Selbsthilfe mit Köpfchen e.V. Freiburg
EX-IN Südbaden
Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg Ravensburg

Wie sich die Arbeit ändert

Früher eine Frau nach der anderen
Kurz und knapp
Dann wieder Single
Einmal 8 Jahre brutto
Einmal 6,5 Jahre
Einmal 2 Jahre
Getrennte Wohnungen selbstverständlich
Mehr nicht

Heute verheiratet
Umgezogen
Von Stuttgart 200 km entfernt
Nach Teningen bei Freiburg
Ein Paar, eine Wohnung
Treue garantiert
Die Nadel im Heu gefunden

Vater tot
Mutter tot

Wie sich die Liebe ändert

Freitag, 17. Juni 2016

Zwang und Gewalt in der Psychiatrie

War heute auf einem Podium in Tübingen zum Thema "Zwischen Zwang und Verelendung". Da wurde das Vergangene wieder lebendig. Die erste Standortbestimmung in der ich mich für Zwangsbehandlung ausgesprochen hatte. Die Rede im Landtag, als ich von den eigenen Leuten ausgebuht wurde. Der Rausschmiss aus dem BPE. Die Diskussionen mit Gabriele Brenner und anderen. Die Kehrtwende zur Contraposition gegen Zwangsbehandlung. Die erneuten Diskussionen in der Öffentlichkeit. Und dann zu guter Letzt meine gewählte Enthaltung zu diesem Thema.

Nun also wurde ich wieder befragt. Nach der Lektüre des Beitrags von Valentin Aichele, dem Leiter der Monitoringstelle zur Behindertenrechtskonvention, war ich aktuell eher auf gegen Zwangsbehandlung eingestellt. Ich argumentierte mit den Menschenrechten als Maß aller Dinge. Dann kamen wieder die Argumente von den vielen durch Zwangsbehandlung geretteten Menschen.

Ein unauflösbares Spannungsverhältnis zwischem dem Recht auf Selbstbestimmung in dem Sinne, dass die Patienten bei krankheitsbedingter Einsichtsunfähigkeit durch Zwangsbehandlung die Selbstbestimmung zurückgewinnen können und andererseits dem Recht auf die Unversehrtheit der Person und der Menschenwürde. Der Gesetzgeber hat sich für ersteres entschieden.

Ein Thema bei dem sich die Geister scheiden oder es aufgegeben wird ein endgültiges Ja oder Nein zu fordern. So habe ich mich entschieden. Ich tendiere mal da und dortin, aber mehr nicht. Aber der Gesetzgeber muss sich entscheiden und spricht sich für die Zwangsbehandlung aus, wenn auch mit hohen rechtlichen Hürden.

Auch aus meiner eigenen persönlichen Erfahrungen mit Fixierung und Zwangsspritze war ich mir bisher nicht sicher, ob die Zwangsmaßnahmen akzeptabel waren oder nicht. Heute sage ich sie wären allesamt vermeidbar gewesen, denn wirklich gewaltbereit war ich nicht und ein angemessener empathischer Umgang hätte mich dazu gebracht Psychopharmaka zu nehmen.

Aber nun möchte ich mich von diesem Thema wieder distanzieren, da es mich zu sehr aufwühlt und in innere Konflikte bringt.

EX-IN ist angesagt und da stehe ich zu 100 Prozent dahinter.

Samstag, 11. Juni 2016

Neuer Arbeitsschwerpunkt EX-IN

Obwohl ich bisher nur eine mündliche Zusage habe, gehe ich davon aus, dass ich ab 1.9.16 beim Caritasverband Freiburg-Stadt für EX-IN mit Minijob eingestellt werde.

Leider musste ich dafür in Ravensburg beim Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg Geschäftsbereich Wohnen Ravensburg/Bodensee kündigen. Der Abschied fällt mir nicht leicht, aber die Entfernung war einfach zu groß und hat zu sehr die Arbeit erschwert.

Ich hatte ein gutes Verhältnis zu meinem Chef Herrn Dr. Konrad und zuletzt die Zusammenarbeit mit Rainer Schaff hat große Freude gemacht. Aber ich werde noch ein paar ehrenamtliche Aufgaben behalten. Das Projekt "Betroffenenbeteiligung", das das Ziel hat einen Verein für die Interessenvertretung durch Psychiatrieerfahrene zu gründen und die Arbeitsgruppe des Projektes "Sektorenübergreifende medizinische Versorgung" werden mich weiter beschäftigen. Und man wird sehen was mit meiner Mitarbeit bei der IBB-Stelle Ravensburg wird. Ach ja, und dann sind da ja auch noch das Ländernetzwerk Bodenseeregion und der Länderverbund Psychiatrieerfahrener DACH. Also mehr als genug.

Aber vor allem freue ich mich auf meine neue Aufgabe in Freiburg. EX-IN wird in Zukunft mein Arbeitsschwerpunkt werden. Und das ist schön, denn die EX-INlerInnen sind in der Regel freundliche, nette und engagierte Menschen.

Zudem werde ich mich bei EX-IN Deutschland und EX-IN Baden-Württemberg verstärkt engagieren. Vielleicht bewerbe ich mich sogar für das Amt des EX-IN Landessprechers Baden-Württemberg.

EX-IN ist super!

Freitag, 10. Juni 2016

Zur Gewaltfreiheit und Menschenrechte

These 1: 
Wer das Ideal einer gewaltfreien Gesellschaft verneint, macht den Kampf gegen Gewalt beliebig und verrät einen der großen Träume der Menschheit.
These 2: 
Menschenrechte sind das Maß aller Dinge und Jesus hätte keine Zäune um sein Haus gezogen, um vor Gewalt und Not flüchtende Menschen loszuwerden. Aus Angst und Egoismus - vielleicht sogar aus Hass - verraten viele Deutsche das, was uns zu Deutschen macht, nämlich Freiheit und Menschenwürde für alle Menschen zu bewahren.

Ohne das Eigentliche

Wiedermal jenseits von Spiritualität lebend. Gott ist (scheinbar) weit weg, die Stimmen ungerufen in der Tiefe. Das Leben geht seinen Gang. Zäh, quälend, aber eigentlich gut. Nur die Erhöhung ins Unerklärliche, ins Eigentliche fehlt unbemerkt.

Zum verzweifeln, aber gut so

Ein Vormittag gequält im Bett
Einen Abend dösend vor dem Fernsehapparat
Lustlos schwermütig gelitten
Zwischendrin widerwillig die Kehrwoche gemacht
Genervtsein, statt Freude über ihre Freundlichkeit

Selbsthilfegruppe als tröstendes Highlight
Powerpoint als willkommene Ablenkung

Jetzt, um halb zwei, bei Blackmore's Night
Für kurze Zeit Ruhe und Muse
Bis morgen sich alles wiederholt

Manchmal zum verzweifeln
Aber das ist Leben
Und es ist gut so

Samstag, 4. Juni 2016

Die Krönung des Lebens

Mit 48 die Frau gefunden
Die mit mir zusammen gezogen ist
Die meine Schwächen erträgt
- und das sind nicht wenige
Die mich mehr liebt, als ich mich selbst

Und mit 49 habe ich sie geheiratet

Ein Glücksfall für einen wie mich
Ein spätes Geschenk für das ich sehr dankbar bin

Lieben dürfen ist die Krönung des Lebens
Lieben können mein beständiges Ziel

Man wird sehen was noch kommt
Hoffentlich noch viele gesunde gemeinsame Jahre