Dienstag, 29. November 2016

Das Jenseitige ruht in der Vergangenheit

Es ist halb eins. Habe auf dem Sofa geschlafen. Jetzt liege ich im Bett und höre traurige Lieder. Eine andere Welt deutet sich an, ohne dass ich wirklichen Eintritt hätte. Hinter einer nur ahnbaren Grenze ruhen die Erlebnisse meiner Vergangenheit. Sie locken und warnen zugleich. Erlebnisse die mein Leben prägten. Die mich anders machten und mich in großen Schmerz und Leiden brachten. Ich wurde an den Rand der Gesellschaft gedrängt und musste auf einen üblichen Lebenslauf verzichten.

Wie ich mich gerade auch anstrenge, der Zugang bleibt mir verschlossen - und das ist gut so. Ich habe mjch an das Alltagsgrau gewöhnt und meine Seele lockt mich nicht mehr in das Jenseitige.  Und diese.wenigen Momemte in denen ich dieses vermisse sind auszuhalten. Zu viel würde kch verlieren, wenn ich wieder eintauchen würde.

Deshalb ruht diese Vergangenheit gut in meinem Herzen und macht mich immer noch einwenig zu einem besonderem Menschen, aber ich brauche diese Besonderheit nicht mehr in der Gegenwart, um an Selbstwert zu gewinnen.

Ich brauche meine Frau, ich brauche meine Freunde und ich brauche meine Arbeit. Aber ich brauche keine Psychose mehr. Hoffentlich.

Samstag, 26. November 2016

Planen und Tun

Pläne schmieden gestaltet Zukunft
Ohne Tun bleibt diese Traum

Einen Tag Zeit im Hotel
Aber wie genutzt
Keine Lust mehr auf ehrgeizige Vorhaben
Die an der Wirklichkeit scheitern

Stolze Big Five For Live
Ohne konkrete, erreichbare, meßbare Ziele

1.Tiefe Beziehungen leben?
Was heißt das konkret?
Wie umsetzen?
Mehr Freunde ist nicht die Lösung
Aber wie zu mehr Tiefe kommen?
Ein Prozess mit mir alleine?
Oder mit Gegenüber?
Wer?
Bernhard J.?

2. Christlichen Glauben leben?
Mehr Bibel lesen gelingt mir nicht
Helma und die Zeugen sind zu fern
AG Religiösität/Spiritualität bei NetzG scheint eine Möglichkeit
Meßbar, konkret, erreichbar
Was antwortet Dr. Utsch?

3. Psychiatrieerfahrene (anders) stärken?
Gruppe mit Wohnungslosen gründen
Mittwochnachmittag in Freiburg
Androidlerngruppe Wohnungslose?
Meßbar, konkret, erreichbar

4. Firma gründen?
Nur in Variation zu erfüllen
Als EU-Rentner unmöglich
Alles hängt von Rainer S. ab
Wird er ein Gewerbe anmelden?
Kann ich "ehrenamtlicher Mitgründer" werden?
Geduld ist gefragt
Aber meßbar, konkret, erreichbar

5. Neues erleben?
Relativ
Morgens Brötchen holen für Karin
Oder Weltreise
Noch nie Getanes tun
Das genügt
Mikrotun oder Makrotun
Alles gilt
Kreativität ist gefragt

Wieder nur geplant?

Donnerstag, 24. November 2016

Persönliches zu Selbstbestimmung und Inklusion

Ich sage immer wieder zu meiner Frau, da wir beide nicht mehr im Berufsleben stehen und unser Auskommen großteils von der Rentenversicherung bekommen, sind wir vom Staat abhängig. Das hat den Nachteil, dass wir sehr zu meinem Bedauern nicht mehr aus eigener Kraft unseren Lebensunterhalt sichern können, aber hat auch den Vorteil, dass wir von keinen Arbeitgebern und Kollegen abhängig sind. Da ich schon sehr lange berentet bin und mich auch nicht von den Nachbarn abhängig gemacht habe, habe ich viel mehr unter meiner Selbststigmatisierung gelitten, als unter Stigmatisierung und Fremdbestimmung. Zumal ich mir als Freunde und Bekannte andere Psychiatrieerfahrene gesucht habe und dort auf viel Verständnis gestoßen bin. Ich musste mich so nie der Kritik der Normalbürger oder auch Stammtischparolen stellen. Ich sage manchmal von mir, dass ich ein Inklusionsversager bin, da ich inzwischen gar keinen großen Wert mehr darauf lege inmitten der Gesellschaft zu leben, meine psychiatrieerfahrene Kollegen und meine Arbeit geben mir alles was ich brauche - gelegentlich auch den Zweifel und die Trauer. Wenn ich einen anderen Psychiatrieerfahrene treffe, bin ich in kürzester Zeit in einer menschlichen Tiefe, wie ich bei den meisten nichtpsychiatrieerfahrenen Menschen erst nach langen "Vorbereitungsgesprächen" oder auch nie komme. Ich weiß, dass dadurch mein Horizont reduziert ist, aber es geht mir gut damit. Einer meiner Big Five For Life ist "Tiefe Beziehungen leben" und das gelingt mir eben eher mjt Psychiatrieerfahrenen. 

Aber jetzt bin ich ganz vom Thema Selbst- und Fremdbestimmung abgekommen, außer dass ich mich von der Euphorie um die Inklusion nicht fremdbestimmen lasse, wie auch von der zunehmenden Bedeutung des Selbstbestimmungsprinzips, selbst wenn diese wirklich gesellschaftlich für viele sicherlich erstrebenswert sind. 

Übrigens würde ich mich sicherlich sofort beklagen, wenn ich mein hohes Maß an persönlicher Freiheit verlieren würde. Ich war schon vom Elternhaus her, eher zu wenig eingeschränkt, was meiner persönlichen Entwicklung nicht immer gut getan hat - bis heute. 

Wer nie wirklich unter Fremdbestimmung gelitten hat, der verkennt vielleicht auch den hohen Wert der Selbstbestimmung. 

Herzliche Grüße aus Berlin

Mittwoch, 23. November 2016

Brief über Elternhaus und Empathiefähigkeit

Liebe/r FreundIn, 

danke für deine ausführlichen Zeilen. Ich bin von deinen Schilderungen sehr berührt. Es zeigt eben, dass wir ab einem bestimmten Alter alle auf eine lange Lebensstrecke zurückblicken können. Und bei uns Psychiatrieerfahrenen ist es oft ein Weg des Leidens und des Schmerzes. 

Manche von uns haben das Glück, die Persönlichkeit und/oder die Fähigkeiten und den Willen, diese Herausforderungen zu bestehen und gestärkt aus den schwierigen Zeiten hervorzugehen. Manchen gelingt es nicht. Die finden wir dann im schlimmsten Falle in den Heimen oder auf der Straße wieder - oft zerbochen, verbittert, mut- und hoffnungslos und in einem katastrophalen gesundheitlichen Zustand. 

Viel macht dabei unser Elternhaus aus. Ich weiß nicht, was du für Erfahrungen mit deinen Eltern gemacht hast, aber ich weiß, dass mich meine Eltern sehr geliebt haben und es ihnen immer ein Anliegen war, dass es mir gut geht. 

Gewiss, mein Vater war ein Alkoholiker, vor dessen agressiv-männlichen Ausstrahlung ich bis zu seinem Tode 1998 mit 71 Jahren Angst hatte. 

Gewiss meine Mutter war eine Frau, die mich aus welchen Gründen auch immer, nicht loslassen konnte und einen verwöhnten, unselbstständigen Mensch aus mir machte. Sie war 2x in der Psychiatrie wegen Depressionen, hat einen Suizidversuch hinter sich und starb im August 2013. Sie musste viel leiden in ihrem Leben - an sich selbst und unter meinem Vater. Ihr Leben begann quasi mit dem Tod meines Vaters. Ich vermute, du weißt, was ich meine. 

Aber beide waren tolle Menschen und eben in ihren Grenzen gefangen. Sie haben mir einen Optimismus und Lebenswillen mitgegeben, die mich gerettet haben. Sie haben mich nie klein gemacht und gedemütigt, wie es so viele von uns auszuhalten haben. Und sie haben mir alle Werte mitgegeben, die wichtig für ein ordentliches Leben sind. Ich sage trotz allem, ich hatte ein gutes Elternhaus. 

Gerade hatte ich ein interessantes Erlebnis mit Georg Schulte-Kemna, ehemals Leiter der Sozialpsychiatrie der Bruderhausdiakonie in Reutlingen hier. 

Ich hatte ja meinen Text "Wege zur Interessenvertretung Psychiatrieerfahrener im Gemeindepsychiatrischen Verbund" unserer AG Partizipation Baden-Württemberg vorgelegt und um Rückmeldung gebeten. Er sagte dann, dass in meinem Text der Aspekt der Unzufriedenheit mit den Verhältnissen und der zugehörige Leidensdruck fehle, um Veränderungen zu erreichen. Mir ist mit dieser Kritik klar geworden, dass mir meine Motivation für mein Engagement tatsächlich nicht aus dieser Quelle gespeist wird, sondern ich einfach den Wunsch habe die Psychiatrie für uns Psychiatrieerfahrene besser zu machen. Sicher ich sehe schon immer wieder die Mängel, aber eigentlich bin ich nicht wirklich empört über die Zustände. Mag das an fehlender Empathie oder sogar an einer gewissen Gleichgültigkeit liegen, aber es ist so. 

Ich arbeite schon seit Jahrzehnten an mir empathischer zu werden und habe die Erfahrung machen müssen, dass Erfolge da sehr schwer zu erreichen sind. Es ist für mich ein sehr hoher Wert mitfühlend und zugewandt zu sein. Und es macht mich immer wieder traurig, dass mir das für mich nur unzureichend gelingt. Sicher, ich habe mit Verhaltensweisen angewöhnt, die meine Unberührtheit kaschieren. Aber mein Herz wünscht sich mehr. 

So, jetzt schließe ich diese Mail und habe ein komisches Gefühl wegen meiner Offenheit. Trotzdem überlege ich, ob ich sie auf meinen Blog stellen soll. Kannst ja mal auf www.gblog.hoeflacher.info schauen, wenn's dich interessiert. 

Lass es dir gut gehen und pass auf dich auf. 

Herzliche Grüße 

Rainer 

Sonntag, 20. November 2016

Brief an Gott (Nr. 1): Du bist - basta.

Lieber Gott,

heute schreibe ich dir also meinen ersten Brief. Gerade ist Karin in der Versammlung und ich habe mir vorgenommen, diese Zeit dir zu widmen und dir zu schreiben.

Mir geht's zur Zeit sehr gut. Meine Arbeit macht mir Freude und in der Ehe mit Karin gibt es auch keine existenziellen Probleme.

Sicher ist es ungut, dass inzwischen Karin den ganzen Haushalt macht und sie hat sich deswegen auch schon zu Recht beklagt. Ich sollte mich wirklich bemühen diesen Zustand zu ändern. Ich könnte gut auch die Wäsche übernehmen. Aber warum schreibe ich da im Konjunktiv? Ich werde mehr im Haushalt machen und ich werde in Zukunft die Wäsche machen, sind doch die richtigen Formulierungen, oder was meinst du, lieber Gott?

Der Haushalt, wie die Körperpflege, sind Lebensthemen für mich. Wird es mit jemals gelingen, hier nachhaltige Veränderungen zu erreichen? Wenn ein wirklicher Wille da ist, dann müsste das doch zu schaffen sein. Ich bin einfach saumäßig bequem und gewohnt, dass mir der Haushalt gemacht wird. Auch meinem Körper gegenüber bin ich nachlässig, was sich irgendwann mal bitter rächen wird. Oder soll ich es aufgeben und es einfach so akzeptieren wie es ist, nach 55 Jahren? Damit will ich mich dann eben auch nicht zufrieden geben, weil es meinen inneren Werten widerspricht.

Aber zurück zu dir, lieber Gott.

Geht es dir auch gut? Geht es Gott eigentlich immer gut? Bestimmt nicht. Du bist sicherlich auch nicht glücklich über die Menschen. Wie sie sich gegenseitig bekämpfen, foltern, quälen und ermorden. Zudem zerstören sie ihre eigenen Lebensgrundlagen und verändern die Natur so, dass sie nicht mehr so ist, wie du sie ursprünglich für uns gemacht hast.

Na ja, du hast dir das mit dem freien Willen selbst ausgesucht und das hast du jetzt davon.

Aber irgendwann willst du Jesus ja wieder zu uns schicken und dafür sorgen, dass es uns dann gut geht. Vermutlich werde ich das nicht mehr erleben, aber keiner weiß ja, wann es soweit ist. Ehrlich gesagt kann ich es mir auch nicht vorstellen, wie es ist, wenn dann auf einmal Engel auftauchen oder die apokalyptischen Reiter. Vielleicht darf man deine Bibel auch wirklich nicht wörtlich nehmen, wie es die meisten Theologen heute machen. Aber sowie man interpretiert, gibt es eben auch zahlreiche Arten der Interpretation. Manchmal bis zu Beliebigkeit, wie es mir manchmal erscheint.

Richtig ernsthaft gefragt, ob es dich eigentlich gibt, habe ich mich eigentlich noch nie. Für mich bist du eine Tatsache, die nicht der Begründung bedarf. Du bist - basta. Weiß auch nicht, wie ich zu dieser Überzeugung gekommen bin. Vermutlich liegt es an der Art und Weise, wie mir meine Mutter den christlichen Glauben nahe gebracht. Sie hat einen Samen gepflanzt, der schnell aufging und einen festen Platz in meiner Seele gefunden hat.

Umso mehr irritiert es mich, wie sich Mutter vor ihrem Tod noch verändert hat. Sie wurde störisch, ungerecht und überhaupt schwierig. Wo war die zugewandte, wohlwollende, liebevolle Mutter geblieben? Es macht Angst, wenn man sieht, dass das Alter den Menschen nochmal grundsätzlich verändern kann oder kommen hier Anteile hoch, die in jüngeren Jahren nur unterdrückt worden waren?

So lieber Gott. Jetzt beende ich diesen Brief und hoffe, dass es dir gut geht. Und danke fürs Lesen, obwohl du ja wirklich viel zu tun hast.

Liebe Grüße
Rainer

Mittwoch, 16. November 2016

Neues Handy One Plus 3

Gestern kam jetzt mein Neues Handy. Bin ab sofort neuer Besitzer eines One Plus 3. Habe den Google Launcher aktiviert und die Apps meines Nexus 5 wurden allesamt automatisch installiert. Von der Oberfläche ist das One Plus jetzt mit dem Nexus identisch. Ich habe 5.5 Zoll Display, 64 GB Speicher, Snapdragon 821 als Prozessor, Fingerabdrucksensor, eine bessere Kamera und erweiterte Gesten. Von der Bedienung her nicht viel Neues. Langweilig?

Leider kann man das One nicht an HDMI anschließen. Da muss ich für meine Androidlerngruppe weiterhin das Nexus nehmen.

War es überhaupt notwendig ein neues Handy zu kaufen? Mal sehen, wie lange der Akku im One Plus hält. Da hat das Nexus ja nach 2 Jahren geschwächelt.

Hoffentlich passt das One in die Hosentasche.

Trotz allem: Ein super Handy für 400 €!

Freitag, 11. November 2016

NetzG: mit neuer Kraft voraus....

Ich bin ganz glücklich und froh, dass ich. mich entschieden habe für den stellv. Vorsitz des Bundesnetzwerkes Selbsthilfe seelische Gesundheit (NetzG) in Kassel zu kandidieren. Ich wurde gewählt und seit 9.11.2016 habe ich dieses Amt jetzt inne.

Das heißt mit 55 Jahren bin ich also mit meiner Selbsthilfearbeit auf der Bundesebene angekommsn.

Ich durfte in Kassel auch eine Referat im Plenum halten mit dem Titel "Wege zur Interessenvertretung Psychiatrieerfahrener im Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV)". Dieses war sehr erfolgreich und ich konnte mir so eine gute Ausgangsposition für meine weitere Arbeit schaffen. Zu diesem Thema werde ich auch in der psychosozialen Umscbau einen Artikel veröffentlichen und die Langversion des Textes in Baden-Württemberg an den richtigen Stellen platzieren. Mein Ziel ist es eine Fortbildung für psychiatrieerfahrene Interessenvertreter im GPV zu initiieren.  Ob dabei die Bundesebene eine Rolle spkelen kann, weiß ich im Moment noch nicht. Auf jeden Fall will ich für diese Idee Verbündete suchen und vor allem Geldgeber.

In folgenden Verinen und Initiativen arbeite ich derzeit mit:

1. Experienced-Involvement Südbaden (EX-IN SB)
2. Selbsthilfe mit Köpfchen e.V. / Initiative Psychiatrie-Erfahrener Freiburg (IPE)
3. Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit (NetzG) e.V.
4. Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe seelische Gesundheit / PeerCom
5. Landesverband Gemeindepsychiatrie Baden-Württemberg e.V.
6. Experienced-Involvement Baden-Württemberg (EX-IN BW)

Also: mit neuer Kraft voraus....

Zurück auf dem Boden.... Gott sei Dank!

Langsam erhole. ich mich von dem Motivationsschub durch John Strelecky. Mir kommt inzwischen mein Ziel meine Rente aufzugeben so unreif und unvernünftig vor, dass ich es kaum glauben kann, dass ich das ernsthaft in Erwägung gezogen habe.

Auch die Unzufriedenheit mit meinem Leben empfinde ich als enorm hochmütig. Ich habe genug Geld, eine liebe Frau an meiner Seite, Freiheit und Unabhängigkeit und tolle Aufgaben für deren Erreichen ich auch Anerkennung bekomme. Und ich? Ich will mehr, mehr und mehr.

Bernhard hat mir nochmal das Märchen vom Fischer und seiner Frau erzählt, das mir immer schon gut gefallen hat, aber dessen Inhalt ich vergessen hatte - wie sinnbildlich.

Es. geht darin um einen sehr armen Fischer, der einen Fisch fängt. Dieser zeigt sich als verwunschener Prinz und fleht den Fischer an, ihn am Leben zu lassen. Obwohl der Fischer nichts zu essen hat, wirft er ihn unversehrt ins Meer zurück. Daraufhin verspricht der Prinz dem Fischer ihm alle Wünsche zu erfüllen. Leider hat dieser eine schlimme Ehefrau. Diese schickt ihn immer wieder zum Prinzen mit immer extremeren Wünschen, bis sie zum Schluss mächtiger als Gott sein will. Damit ist die Geduld des Prinzen am Ende und als der Fischer heimkehrt, sitzt seine Fraubwieder wieder in ihren ärmlichen Verhältnissen.

Schon als Kind hat mich der Spruch fasziniert mit dem der Fischer den Prinzen ans Ufer bittet: "Mine Fru de Ilsebill, di will nit so, as ich wohl will...". Find ich super.

In diesem Sinne will ich mich nicht wie die Frau des Fischers sein, sondern dankbar für das schöne Leben sein, dass Gott mir nach meiner Leidenszeit mit meiner psychischen Erkrankung geschenkt hat. Ich führe ein Leben in der Comfortzone und sollte darüber froh sein, und nicht zwanghaft das Unglück herbeiwünschen.

Wie sagte Bernhard sinngemäß: Manche Träume können nur in Variationen erfüllt werden, wenn man/frau sie sich ohne Rücksicht auf Verluste erfüllen will, dann können sie schnell zu existenzgefährdenden Alpträumen werden.

Ixh hoffe also darauf, dass es Rainer S. irgendwann gelingt ein Gewerbe für PeerCom anzumelden. Danm werde ich ihn ehrenamlich unterstützen. So gründe ich so auch ein bisschen eine Firma.

Samstag, 5. November 2016

Wenn es dem Esel zu wohl wird,.... Rückzieher

Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, bin ich wieder auf dem Boden. Es wäre wirklich verrückt, wenn ich meine Rente zurückgäbe. Ich weiß doch, dass ich die Härte des Alltagslebens nicht aushalten würde. Ich denke, ich habe nach wie vor ein Problem damit, dass ich behindert bin und kann meine Krankheit nicht wirklich akzeptieren. Ich definiere mich nach wie vor über Leistung und beziehe viel Energie aus Anerkennung und Erfolg. Ob ich jemals aus mir selbst heraus mit mir zufrieden sein kann, Zeit des Nichtstun, ohne Termine und Aufgaben genießen können?
Auf jeden Fall habe ich die Idee begraben, mich noch selbstständig zu machen oder eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu bekommen. Ich wäre Irre, wenn ich auf diese Weise meine Sicherheit, meine Unabhängigkeit und meine Freiheit aufgeben würde und mich dem harten Existenzkampf ausetze. Es muss andere Lösungen geben, wie ich meinem Leben eine neue Richtung geben kann, um der Routine zu entkommen und Neues zu wagen.

Mittwoch, 2. November 2016

Firma gründen und Rente zurückgeben!

Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem Leben an einen Scheideweg stehe. Entweder ich verwirkliche mir eines meiner Big Five For Life und gründe eine Firma oder ich lebe den Rest meines Lebens in Sicherheit so weiter. Mit 16 habe ich einen Spruch geschrieben, den ich heute noch auswendig weiß: Ich möchte mit dem Risiko des Absturzes leben und nicht in einer dumpfen Sicherheit verblöden.
Bis jetzt habe ich das auf eigenartige Weise mit meiner Psychose erreicht. Aber seit 5 Jahren lebe ich solide, psychisch weitgehend gesund, habe keine Geldsorgen und heiratete sogar 2010. Ich habe mit meinem Minijob eine fachlich abwechslungsreichen Alltag. Aber genau betrachtet ist das alles reine Routine geworden. Ich setze mir fachliche Ziele, die ich oft auch erreiche. Wenn ich sie nicht erreiche ist es aber auch ok. Das ist auf die Dauer unbefriedigend. Eigentlich hat das alles seinen Reiz für mich verloren. Je mehr ich schreibe, umso klarer sehe ich.
In 3 Jahren, mit 58 werde ich meine Rente aufgeben und alleine von meiner Firma PeerCom leben. Ohne wenn und aber. Entweder Karin unterstützt mich oder ich muss es ohne sie durchziehen. Die Würfel sind gefallen.

Dienstag, 1. November 2016

Es wird Zeit, mein Leben zu ändern

Es wird Zeit ich zu sein
Nicht alles umkrempeln
Aber vorbei mit der Abhängigkeit von Anerkennung
Vorbei mit so sein, wie ich sein sollte
Sondern so sein wie ich bin
Es muss mehr in meinem Leben geben als Psychiatrie
Ich höre Konstantin Wecker seit über 30 Jahren
Und so wenig davon habe ich umgesetzt

1. Meinen Glauben besser leben
2. Tiefere Beziehungen leben
3. Eine Firma gründen
4. Neues erleben
5. Psychiatrieerfahrene anders stärken wie bisher

Meine Big Five For Life

Jetzt stellt sich die Frage, was bedeutet das konkret?
Was tun?

Mehr bald davon in diesem Blog.