Sonntag, 11. Dezember 2016

Buch (wird fortgeschrieben)

Ich habe schon mehrfach damit begonnen ein Buch zu schreiben. Über 7-8 Seiten bin ich nie hinausgekommen. Um meine Geschichte aufzuschreiben habe ich ein zu schlechtes Gedächtnis und so spannend ist mein Leben auch wieder nicht. Also über meine Arbeit? Wo kenne ich mich denn so gut aus, dass es für ein ganzes Buch ausreichen würde. Würde es nicht nur eine Aufzählung von Vereinen und Ämtern werden? Und was für eine Botschaft habe ich? Was wollte ich mit einem Buch dem Leser vermitteln?

Dass das Leben schön ist? - wenn die Krise vorbei ist. Das Optimismus gesünder macht? - wenn man finanziell keine Nöte hat. Das Vertrauen die Grundlage aller Beziehungen ist? - wenn man das Glück hat ein gutes Elternhaus gehabt zu haben.

Ich hätte Lust, den Menschen Mut zu machen. Mein Leben ist schon ein Beweis dafür, dass alles gut werden kann - bis jetzt wenigstens. Dass man aus der Katastrophe, aus der psychischen Qual entkommen kann. Wenn man/frau Glück hat oder wenn man/frau das Richtige tut - oder wenn man/frau Gnade von Gott bekommt?

Zwischen amerikanischen "alles ist möglich" und europäischen "alles ist schlecht" liegt wohl die Wahrheit.

Ich war in einem tiefen Wahn gefangen - dauerte mit Unterbrechungen 4 Monate auf der Geschlossenen. 1981. Dann 4 Jahre in tiefer Depression - oder sagen wir mal, mir hats gerreicht. Schon das Heim besichtigt, weil alle die Hoffnung aufgegeben hatten - außer Mutter.

Und dann mit vielen Psychosen dazwischen, Schrittchen für Schrittchen, zurück ins Leben. Nicht geradlinig. Mit Rückfällen und Rückschritten. Aber im Rückblick doch zielorientiert und hartnäckig. Nie wirklich aufgegeben. Sicher hatte ich Glück, dass da immer Menschen waren, die zu mir gehalten haben, die mich unterstützten. Meine Elterm, meine Partnerinnen und mit Einschränkungen auch meine Freunde. War das Glück? Oder habe ich etwas dazu getan, dass ich Helfer hatte? Und da waren ja auch noch die professionellen Helfer. Dr. Klaus O., Dr. Susanne O. oder Dipl.-Psych. Jochen L..

Nach und nach wurde aus meiner Schizophrenie immer mehr eine bipolare Störung - mit einer Prise Schizophrenie, wie meine derzeitige Psychiaterin Frau Ronge so nett sagt.

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