Sonntag, 18. Dezember 2016

Interessenvertreter gesucht

Warum gehen so wenige einen ähnlichen Weg wie ich? Es gibt so viele Psychiatrieerfahrene und so wenige sind bereit, sich dafür einzusetzen, dass die Behandlung und die Begleitung in der Psychiatrie besser wird. Ich meine dabei nicht die Psychiatrieerfahrenen, die psychisch erkrankte Menschen konkret unterstützen, sondern die, die die Verhältnisse ändern könnten.

Sicher es gibt Hindernisse, die erschweren die politische Arbeit. Es braucht einen langen Atem, es darf einem nichts ausmachen zu diskutieren, auch wenn es zu keinem merkbaren Ergebnis kommt. Es ist am Anfang nicht einfach, sich in der Fachwelt der Profis zurecht zu finden. Das beginnt mit der Sprache und endet bei den Abkürzungen.

Und dann vermutlich der wichtigste Grund: entweder man/frau ist finanziell unabhängig oder man/frau hat sich mit Grundsicherung, Hartz IV oder einer kleinen Rente abgefunden. Die Termine der Treffen sind in der Regel tagsüber und es ist für die Berufstätigen viel verlangt, ja teilweise nicht machbar, dass diese jedes Mal einen Urlaubstag opfern. Solange hier keine Lösung gefunden wird, bleibt die politische Arbeit nur wenigen, interessierten Psychiatrieerfahrenen vorbehalten.

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