Dienstag, 28. Februar 2017

Psychiatriepolitik ade?

Wieder eine lange Nacht
Gedanken kreisen wieder
Zwischen Dämonen und Wissenschaft
Tränen fließen bei Nightwish
Stuttgart abgesagt
Trotz Pflichtgefühl
Trotz Verena
Musik bringt mich zurück in meine Mitte
Zeit für Auszeit
Zeit für Neues
Rückzug in die Innerlichkeit
Hin zur Begegnung, zur Beziehung
Psychiatriepolitik ade?

Text an Karin B.: Zweifel

Liebe Karin B.,

bei mir hat sich in den letzten Wochen viel getan. Durch mehrere Erlebnisse bin ich gerade dabei mich auf Esoterik/Spiritualität einzulassen. Und ziemlich genau, als ich mich dafür entschieden hatte, bekam ich zuerst sehr schöne Stimmungszustände und seit gestern habe ich es mit Depressionen zu tun.

Wehren sich jetzt die bösen Mächte oder bin ich nur in einer psychischen Krise und muss aufpassen, dass ich nicht psychotisch werde - oder beides?

Ich habe heute Nacht kaum geschlafen und habe meinen Termin morgen (heute) in Stuttgart abgesagt - was mir angesichts meines Pflichtgefühls schwer gefallen ist. Ich spüre so eine Müdigkeit und Ausgebranntheit, was mein psychiatriepolitisches Engagement betrifft - ausgenommen EX-IN.

Ich bin gewarnt worden, dass die Esoterik ein gefährliches Terrain ist für den Geist. Soll ich das wagen, oder nicht? Zuerst hatte ich eine große Erleichterung als ich mich für den "Pfad des Geistes" entschlossen hatte, aber nun bekomne ich Zweifel.

Montag, 27. Februar 2017

Gestürzter Luzifer, besiegter Widersacher oder verfluchter Rebell?

Liebe in die Welt schicken. Kann ich das? Das geht nur, wenn ich das Leid der Menschen wirklich spüre. Ich fühle aber eine deutliche innere Unbeteiligtheit in mir. Gewiss, ich habe mir Empathie antrainiert, aber nur, um diese vorzuspielen. In vielen Jahren habe ich zwar dazugelernt und fühle mehr, aber immer noch nicht so viel wie es meiner Ansicht nach sein sollt. Manchmal denke ich, es ist ein unerreichbares Ziel ein empathischer Mensch zu werden und ich sollte mich eigentlich so akzeptieren, wie ich bin. Ich tue ja nicht wirklich schlechtes. Ich lüge und betrüge nicht und bin auch nicht gewalttätig. Also, weshalb kann ich mich nicht als ausreichend mitfühlend anerkennen. Ich nehme einfach einen Mangel war; dass mir etwas fehlt, was ich gerne hätte. Ist es an der Zeit einzusehen, dass meine Wunsch nach Empathie nicht erfüllt werden kann. Dass Empathie ein Geschenk Gottes ist, dass er jemand in die Wiege legt und damit die Weichen für das gesamte Leben stellt. Die große Frage: Ist Empathie lernbar? Ist Empathie für einen Menschen wie mich erlernbar? Egal ich werde dran bleiben. Allein mein Streben nach Empathie hält mich wach für meine Problematik des mangelnden Mitgefühls. Und wenn ich mich anstrenge dieses zu vermitteln, auch wenn es keine Basis in meinem Herzen hat, ist ja ehrenwert - oder?

Ich bin mir immer sicherer, dass ich in früher Zeit ein mächtiges Böses Wesen war. Entweder war ich Luzifer selbst oder ein starker dämonischer Widersacher Luzifers, der den Machtkampf gegen ihn verlor und nun verdammt nach gutem Karma streben muss. Oder aber ich war ein wichtiger Untertan Luzifers, der in Ungnade gefallen ist, weil er Luzifers Befehle nicht erfolgreich ausgeführt hat und/oder sich widersetzt hat. Letzteres würde mir persönlich am besten gefallen.. Das würde bedeuten, dass ich aus eigener Entscheidung mich vom Bösen abgewandt habe.

Wie bekomme ich heraus,welche der drei Annahmen die richtige ist? Nochmal zusammengefasst. Ich war vor langer Zeit...
  1. ... Luzifer selbst, der von einem anderen Dämon gestürzt wurde und nun verflucht in meiner Gestalt vergeblich gutes Karma sammeln muss. (Luzifer)
  2. ... ein mächtiger dämonischer Widersacher Luzifers, der den Machtkampf gegen Luzifer verloren hat und nun verflucht vergebens gutes Karma sammeln muss. (Widersacher)
  3. ... Luzifers stärkster Dämon, der dessen Befehlen nicht mehr gefolgt war und sich vielleicht sogar entschieden hat, sich vom Bösen zu distanzieren. Er ist nun von Gott unterstützt auf dem Pfad des Geistes und auf einem langen Weg hin zu einem Lichtwesen. (Rebell)
Also gestürzter Luzifer, besiegter Widersacher oder verfluchter Rebell?

Ich bin gespannt, ob meine spirituelles Erwachen jetzt ein lebenslanger Weg ist oder nur eine Phase, die bald wieder enden wird. Egal, ich werde mich bemühen Liebe in die Welt zu bringen und meinen Weg zur Vervollkommnung weiter gehen. Ich möchte eine guter Geist werden, denn der Zweck meiner Existenz ist es ein liebender Mensch zu werden und das dann auch zu bleiben.

Arkus

Sonntag, 26. Februar 2017

Meine Selbststärkungssätze

Gottes Liebe wirkt durch mich.
Gott ist auch im Leiden bei mir.

Nachrangigkeit des Egos

Was bedeutet es, dass ich jetzt ganz bewusst den Pfad des guten Geistes gehe?

Es bedeutet vor allem, dass ich mich von meinem Ego löse. Der Mittelpunkt meiner Bemühungen muss in Zukunft meine Mitmenschen sein. Mein Ziel muss es sein, dass es den Menschen gut geht, dass Liebe in der Welt ist und nicht mein Wohlergehen. Meine Gedanken sollten um meine Nächsten, meine Freunde und Bekannte kreisen und nicht nur um mich.

Meine Gebete sollen nicht Ausdruck meiner Sorge um mich sein, sondern Fürbitte für die Menschen, um mich herum.

Leider bin ich noch nicht so weit, um mich um die ganze Schöpfung einzusetzen. Vielleicht werde ich es nie sein und ich muss mich damit abfinden nur ein Förderer und Beschützer der Menschen zu sein.

Ich muss mir ein Mantra suchen, dass dieses Streben nach Nächstenliebe ausdrückt.

Euer Arkus

Unschuld verloren

Macht es Sinn zu fragen, wie weit ich auf meinem Pfad des Geistes bin? Meine Wahnvorstellung 1984 der Teufel zu sein, war traumatisch.

Zur Erklärung: ich dachte damals, die Seinsenergie wäre fast vollständig verbraucht. Die Wesen der Geistwelt leben von dieser Energie. Während dieser Vorstellung war ich Patient der geschlossenen Station in Winnenden. Ich dachte, ich sei der Teufel und für alles Böse in der Welt verantwortlich - und mir ging es sehr schlecht mit diesem Glauben. Nun hatte sich das Gute vorgenommen, das Böse, also mich, so lange zu pflegen, bis das Gute selbst aus Mangel an Seinsenergie sich auflösen müsse. Ich sah in den Ärzten und im Pflegepersonal die Vertreter des Guten. Das würde bedeuten, dass ich nach dem Tod des Guten bis zu meinem Ende mit meiner Bösartigkeit alleine wäre - unendliche Einsamkeit. Ich litt unsäglich.

Heute Nacht hatte ich einen Traum, dass ich wirklich in der Geistwelt Luzifer sei bzw. gewesen sei.

Ich bin total verunsichert.

Ich weiß, ich bin auf dem Weg hin zur Liebe. Aber ich war schon ein mächtiges, böses Wesen, das irgendwann umgekehrt ist. Nun hat ein anderes Wesen meinen Platz als Luzifer eingenommen - vielleicht hatte es mich auch gestürzt. Oder ich war ein mächtiger Dämon, der von Luzifer verstoßen wurde. Auf jeden Fall war ich mit meinen Energien schon sehr weit oben gewesen in den Hierarchien des Bösen, auch wenn ich in diesem Leben noch nicht wirklich böse Taten vollbracht habe. Ich habe viel schlechtes Karma abzuarbeiten. Deswegen auch meine Psychose? Der Gang durch die tiefen Horrorwelten des menschlichen Geistes.

Ich bleibe auf dem Pfad des guten Geistes, aber ich habe meine Unschuld verloren.

Euer Arkus

Weniger Ego, mehr Liebe im Tun

Ich will mir immer wieder klar werden, dass der eigentliche Grund für mein Engagement die Liebe ist bzw. sein sollte. Die Liebe zu den Menschen und im Speziellen zu meinen Freunden, den Psychiatrieerfahrenen. Meine Reife genügt noch nicht, die Liebe zu der Schöpfung und allem Leben zu erfüllen. Zu stark ist noch mein Ego und meine Blockade. Ich muss sehr aufpassen, dass nicht mein ganzes Tun von Selbstverwirklichung und der Suche nach Anerkennung bestimmt wird. Liebe in die Welt zu bringen und Andere zu unterstützen ist mein Ziel. Nicht ich, sondern der Geist Gottes wirkt in mir und durch mich.

Samstag, 25. Februar 2017

Mein Name ist Arkus

Wie kann ich den neu entdeckten Pfad des Geistes gehen? Wie kann ich meine geistigen Kräfte schulen? Wie kann ich die neue Welt kennen lernen? Ich möchte mir eine eigene Philosophie dazu entwickeln. Ich möchte mich aufmachen, die Dämonen zu bekämpfen. Ich habe mir den spirituellen Namen Arkus gegeben. Der Name erschien einfach so in meinem Kopf.

Ich will euch, meine Leser, direkt ansprechen. Was haltet ihr von meiner Entwicklung? Macht ihr euch Sorgen um mich? Haltet ihr mich für psychotisch? Oder wollt ihr meinen Weg mitgehen?

Ihr werdet wieder von mir hören.

Euer Arkus

Dienstag, 21. Februar 2017

Teil von etwas Großen

Ich bin ein Teil von etwas ganz Großen. Ich spüre es ab und zu ganz deutlich - ein wohliger Schauer durchströmt mich dann und ich weiß, dass ich dann im Kontakt bin. Ich weiß nicht genau, was es von mir will, aber ich weiß, dass ich da sein muss, wenn ich gebraucht werde, um mich für das Gute einzusetzen. In einem Kampf, der nicht mit Waffen geführt wird, sondern mit der Energie des Geistes. Vielleicht bin ich jetzt schon ein Teil davon mit meiner transzendenten Kapazität. Mit der Stärke meiner Gedanken und der Kraft meines Willens dem Bösen nicht die Herrschaft zu überlassen. Menschlichkeit, Mitgefühl, Rücksichtsnahme und Liebe sind die Werte, die wir verteidigen müssen. Gedanken der Liebe in den Äther senden, damit sie sich mit Millionen anderen ähnlichen Gedanken verbinden und in der Welt wirken. Ich glaube daran, dass der menschliche Geist Zugang hat, den wir zwar nicht verstehen können, aber der trotzdem wunderbar wirkt. Wie nannte ich es früher? Energie 2. Ordnung.

Bin ich alleine mit dieser Vorstellung oder gibt es Menschen, die ähnlich wie ich denken?

Sonntag, 12. Februar 2017

Komm, doch zügle die Dämonen

Den Tag lustlos und leidend missbraucht. Viel im Bett. Viel an mir selbst gezweifelt. Kurzes Treffen mit Klaus. Telefonat mit Heidi. Dann die Flucht in einen abendlichen Film.

Nach der Lektüre meines grenzwertigen Buchs - seichte Unterhaltung mit okultem Beigeschmack, das Licht ausgemacht.

Und dann empfing mich der Charme​ der Nacht. Meine Fragen an das Jenseitige hüllten mich ein in ein Gefühl der Leichtigkeit. Konnte es nicht sein, dass es da wirklich mehr gab, als der helle Tag uns verspricht? Gott, Götter, Teufel, Engel und Dämonen. Es gab Zeiten da quälten sie meinen Geist. Mühsam versuche ich mich zu erinnern. Zu weit weg bin ich inzwischen.

Ich vermisse euch.

Erhört mich, aber verschont mich. Ich rufe die Geister, aber ich klammere mich zugleich an meine inzwischen solide Existenz. Ist es mir möglich die Geistwelt zu kontrollieren? Kommt herein in mein Haus, geht aber, wenn ich wieder allein sein will. Eure Vielfarbigkeit könnte meine Welt bunter machen, aber ihr könntet mich auch zerstören, wenn ihr mich heimsucht.

Ein neues Blatt Papier an meiner Wand auf dem geschrieben steht:

Erhöre mich Gott
Erhöhe mein Ich
Das Jenseitige soll wieder wahr werden
Doch zügle die Dämonen


Samstag, 11. Februar 2017

Der Kampf der Seelenenergien

Einbildung oder Realität? Gibt es den Machtkampf zwischen Gut und Böse in der Geistwelt wirklich? Beeinflusst dieser Kampf den Lauf der Welt?

Ein Kampf der Seelenenergien. Ein Raum, wo die Macht des Einzelnen nicht an Reichtum oder Intelligenz gebunden ist, sondern an Wille und Vorstellung. Momente hoch verdichteter Energie, wo die Welt auf kleinsten Raum schrumpfen kann und sich das Schicksal des Universums immer wieder in der Begegnung von wenigen Individuen entscheidet. Vielleicht sogar in Stunden der Einsamkeit, wo ich alleine die Menschheit verkörpere gegenüber andersartigen, kosmischen Mächten. Wo ich den ganzen Wert der Menschheit in die Waagschale werfen muss und für ihren guten Willen zu bürgen habe.

Die Stimmen sind so leise geworden. Warum werde ich immer mehr ausgeschlossen, von den abenteuerlichen Auseinandersetzungen zwischen Gut und Böse, dem Teufel und Gott, den Engeln und den Dämonen.

Nur irre Gedanken, um mir mein kleines Leben zu erhöhen? Sind ausgeschickte Gedanken wirkungslos oder können sie die Wirklichkeit verändern - Liebe oder Hass säen?

Es geht nicht vom sicheren, soliden Alltag aus, Teil der Geistwelt zu sein. Das Risiko des Absturzes ist die Eintrittskarte. Ich hab die Wahl getroffen und muss aushalten, dass ich durch meine Bodenhaftung unbedeutend für die Götter geworden bin. Nur in der seelischen Gefahr öffnen sich die Tore zum spannenden geistigen Krieg, zum ewigen, jenseitigen Machtkampf zwischen Gut und Böse.

Montag, 6. Februar 2017

Gottes Reich öffnet sich durch seine Gnade

Wir sitzen zu viert in netter Runde und sprechen über Glaube, Christen und Buddhisten. Ich spüre den Wunsch jetzt in den Kontakt zu kommen - mit Gott, mit den Geistern. Ich rufe, kommt und sprecht mit mir, wie früher. Ich bitte, sagt mir Richtiges, wie damals. Aber ich spüre kaum etwas. Wie eine Ahnung in der Ferne lockt das Jenseitige. Und ich bleibe in der Enge meines gepressten Geistes - im Alltagsgrau, in der Durchschnittlichkeit.

Das Abenteuer lockt immer wieder. Gefahr und Erweiterung liegen eng beieinander. Doch ich bin sicher, ich habe inzwischen die Bodenhaftung, der Gefahr zu widerstehen. Im Gegenteil: zu sehr werde ich auf den Boden gedrückt, sodass ich die Fähigkeit verloren habe, meinen Kopf in die Wolken zu erheben. Wie sagte Robert: mit den Beinen auf dem Boden und dem Kopf in den Wolken. Das ist die Kunst.

Und jetzt? Wie soll es weitergehen? Ich will mich nicht abfinden mit meiner erdrückenden Erdung. Die Zeiten scheinen vorbei, in denen ich auf Wunsch sofort beschenkt wurde. Nun gilt es auf die Gnade Gottes zu warten, bis er mich wieder teilhaben lässt. Bis er mich wieder ein kleines Stück einlässt in das Reich, das hinter dem Begreifbaren liegt.

"Nicht ich, sondern der Geist Gottes wirkt in mir". Eine Erkenntnis, die mir heute offenbart wurde.

Mantrageschenk

Nicht ich, der Christus Geist wirkt in mir.
Walters Mantra, 6.2.17, Teninger Cafe
...................................
Nicht ich, (sondern) Gottes Geist wirkt in mir.
Mein Mantra, 6.2.17, nachts
..................................
Gott und sein Geist sind mir gut. Christus prüft mich.